Valtinos, Thanassis: DIE LEGENDE DES ANDREAS KORDOPATIS
 
 

Valtinos, Thanassis: DIE LEGENDE DES ANDREAS KORDOPATIS

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Artikel-Nr.: SW337

 

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Produktinformationen "Valtinos, Thanassis: DIE LEGENDE DES ANDREAS KORDOPATIS"

Andreas Kordopatis, ein Vorläufer unserer "Gastarbeiter"- Generation, schildert anhand seines persönlichen Schicksals ein Stück Zeitgeschichte. Zu Beginn dieses Jahrhunderts will er nach Amerika emigrieren, um dort zu arbeiten. Unter erheblichen Schwierigkeiten und nach mehrmaligem Anlauf gelangt er endlich in das Land seiner Hoffnung, doch die Einreise wird ihm verweigert. Illegal geht er an Land und schlägt sich ¿ da des Englischen nicht mächtig ¿ von Landsmann zu Landsmann durch, immer auf der Flucht vor der Polizei. "Die Geschichte des Andreas Kordopatis dringt vor allem seiner Sprache wegen so tief ins Herz" (Hans Bender, Süddeutsche Zeitung). Leseprobe: (S. 15) (¿) 1903 beschloß auch ich auszuwandern. Ich machte mich eines Morgens auf den Weg, am 15. März, einem Freitag, nahm achthundert Drachmen mit und kam vor Sonnenaufgang durch Nudimo bei Orchomenos. Von dort ging es hinab in die Ebene von Milia. Damals war die Straße Levidi ¿ Tripolis noch nicht fertig, und man ging den Weg über Kakuri. Am frühen Nachmittag kam ich in Tripolis an und blieb zu Abend in der Herberge eines gewissen Vassilis Macherás oder Anagnostópulos aus Dara. Der hatte einen Krämerladen, eine Garküche und Betten für die Nacht. Am nächsten Morgen ging ich um fünf Uhr früh zum Bahnhof und löste eine Karte nach Piräus, zehn Drachmen, achtzig Lepta. Der Zug kam, ich stieg ein, wir fuhren über Achladokampos, die große Brücke nach Mili, Argos, Korinth. Wir kamen über den Kanal, oben wir, unten die Schiffe. Ich hatte die Anschrift von einem Landsmann im Piräus, Jánnis Tsékos, genannt der Krüppel. Er wohnte schon viele Jahre dort. Aus dem Befreiungskrieg hatte er eine Narbe am Kopf, von einer Kugel, die aber sein Gehirn nicht verletzt hatte, und im Piräus nannte man ihn den Krüppel. Er hatte auch Brüder, den Kapitän Pétros, einen starken Kerl, den Vassilis Tsékos, der Stabsarzt war, und den Christos Tsékos, genannt der Tagedieb, Räuber in Patras und Umgebung. In jener Zeit waren sie sehr berühmt.
 

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