Plaskovitis, Spyros: DIE DAME HINTER DER VITRINE (ROMAN)
 
 

Plaskovitis, Spyros: DIE DAME HINTER DER VITRINE (ROMAN)

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Artikel-Nr.: SW320

 

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Produktinformationen "Plaskovitis, Spyros: DIE DAME HINTER DER VITRINE (ROMAN)"

Angelina Dassiu, die "Dame hinter der Vitrine", arbeitet in den 70er Jahren als Verkäuferin im Juwelierladen eines Luxushotels auf Korfu, das von dem cleveren Selfmademan Nikias Savolis geleitet wird. Savolis, der den Umgang mit obskuren Kreisen nicht scheut, zieht alle Register gegen Einwände umweltpolitischer und traditionsbewußter Natur. Dorthin kommt Dinos Cheretis, Abgeordneter im Europaparlament, mit seiner Geliebten Paulette, einer farbigen Nachtclubtänzerin aus Brüssel. Er steigt in dem Hotel ab, um auszuspannen und Erinnerungen aus seinen Jugendjahren aufzufrischen. Auf einer Hochzeitsfeier angesehener Athener Familien soll Cheretis seinen Einfluß geltend machen, um den Verkauf zweier kleiner Inseln an saudiarabische Ölscheichs zu ermöglichen ... Auf einer zweiten Ebene wird das Heranwachsen von Cheretis' Sohn beschrieben, der gegen seinen Vater rebelliert und in Paris nichtsahnend in revolutionäre Kreise gerät. Wie ein roter Faden zieht sich durch die gesamte Handlung die schrittweise erotische Annäherung von Angelina Dassiu und Dinos Cheretis, die sich aufgrund gemeinsamer Erinnerungen an Korfu vor dem zweiten Weltkrieg verbunden fühlen. Griechische Traditionen werden dem Eindringen europäischer Wertvorstellungen gegenübergestellt, wobei auch ein Einblick in griechische politische Machenschaften gewährt wird. Der Schriftsteller Spyros Plaskovitis wurde 1920 auf Korfu geboren und ist in Athen aufgewachsen. Er studierte Jura zunächst an der Athener Universität, dann weitere zwei Jahre auf der Rechtsschule in Paris. Viele Jahre lang war er als Richter und Mitglied des Staatsrates tätig. In den Jahren 1968¿1972 wurde er von der griechischen Militärjunta wegen seiner oppositionellen Haltung verfolgt und inhaftiert. Spyros Plaskovitis bringt viele eigene Erfahrungen, sowohl lokaler Art als auch aus der Politik und dem Europaparlament in seinen Roman ein und bietet mit seinem lebendig frischen Schreibstil dem Leser eine spannende Lektüre. Leseprobe: (S. 44) (¿) Fünf Uhr morgens. Sie stieg aus dem Bett, ging ans Fenster und zog die Vorhänge zurück. Es war noch dunkel. Die Sterne am Septemberhimmel hingen wie halberloschene Kronleuchter in der Kühle der Meeresnacht. Man hatte ihr dieses kleine Appartement auf der Hotelterrasse zugeteilt, als sie ihre Arbeit im ersten Jahr des Hotelbetriebs aufgenommen hatte. Sie hatte sich hier oben im elften Stock gemütlich eingerichtet. In welchem mochten jetzt Dinos und seine junge Freundin eng umschlungen schlafen? Ja, es war eine "Affäre" ¿ das, was man eine "Affäre" nennt; eine fremde Farbige ... und machte es ihm überhaupt nichts aus, sich bloßzustellen? Angelina steckte sich eine Zigarette an. In der Nachttischschublade bewahrte sie gewissenhaft ihr Tagebuch auf. Sie hatte stets den Eindruck ¿ ein irrer Gedanke ¿ irgendjemandem Rechenschaft schuldig zu sein. Dieser Jemand war niemand anders als sie selbst ... Sie gebrauchte es als "Dritten", von Zeit zu Zeit blätterte sie in seinen Seiten ... Auf jeden Fall mußte Graf Jannis Theagenis wenige Jahre nach Kriegsende gestorben sein, vergessen und ohne Bezug nicht nur zum "Begräbnis des Grafen Orgaz", sondern auch zu den aufeinanderfolgenden Begräbnissen der ehemaligen Politiker, die in der Hauptstadt kurz vor der Diktatur des 4. August registriert wurden. Angelina hatte die kritischen Zeitabläufe schriftlich festgehalten. Was fr eine Zeit! An der Fahnenstange der Präfektur, so erinnerte sie sich, hing das Banner des 4. August ... Sie war noch nicht volljährig, illegal mit Lambrinos verheiratet, von den Leuten verachtet.
 

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