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Mikis Theodorakis: Seine musikalische Poetik

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Artikel-Nr.: 153

 

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Produktinformationen "Mikis Theodorakis: Seine musikalische Poetik"

Wo gibt es ein Land, in dem die Vertonungen der Werke von Literaturnobelpreisträgern nicht nur in Konzertsälen, sondern in Tavernen und auf der Straße gesungen werden? Und dies auch von Menschen, die nicht das Glück hatten, Bildung zu erlangen, ja gar nicht wissen, wer die Autoren der gesungenen Texte sind. Diese einmalige Tat gelingt dem 1925 auf Chios geborenen Komponisten Mikis Theodorakis. Wo seine Musik erklingt, macht sie die Menschen stärker und reicher. Wie er dazu kam, wie er die Menschen erreicht, wie der Weg von der klassischen Musik zu einer Verbindung von Kunst- und Volksmusik, von europäischer und arabischer Musik in seinem Werk führt, beschreibt dieses Buch. Zentrale Kompositionen wie Epitafios, Ballade vom toten Bruder, Canto general, Zorba und der von Theodorakis geschaffenen Asikiko-Rhythmus werden untersucht. Vorgestellt wird auch ein hierzulande fast unbekannter Theodorakis, nämlich der Komponist von fünf Opern, von fünf Sinfonien, von weltlichen Oratorien, von Ballettmusiken und von über 1.000 Liedern. Nachhaltige Einflüsse Beethovens, Bartóks und Strawinskis ebenso wie die Einflüsse der byzantinischen Kirchenmusik und der Lieder der Kleften und des Rembetiko werden aufgezeigt. Im Zentrum von Theodorakis Schaffen stehen Friedens- und Versöhnungsgedanken. Versöhnung zwischen den Völkern nach dem Zweiten Weltkrieg und der Menschen in Griechenland nach dem unmittelbar darauf folgenden Bürgerkrieg sowie die Versöhnung zwischen Türken und Griechen. Stets mischte Theodorakis sich ein: mit seiner Musik und als politisch handelnder Staatsbürger. Er ertrug Gefängnis, Folter, Lager und Exil. Diese Studie beschreibt die Entwicklung des musikalischen Denkens und der musikalischen Praxis von Mikis Theodorakis und den konkreten Bezug seiner Kompositionen zu geschichtlichen Ereignissen in seinen fünf Schaffensphasen – seine musikalische Poetik. Die seit 2005 andauernde Freundschaft des Autors, Komponisten und Pianisten Gehard Folkerts zu Mikis Theodorakis ermöglicht, dass Theodorakis immer wieder mit eigenen Gedanken selbst zu Wort kommt. Die Arbeit wurde 2014 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg als Dissertation angenommen.

 

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