Tachtsis, Kostas: DREIMAL UNTER DER HAUBE (ROMAN)

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"Über dieses Buch läßt sich ohne Übertreibung sagen, daß man aus ihm über die griechische... mehr
Produktinformationen "Tachtsis, Kostas: DREIMAL UNTER DER HAUBE (ROMAN)"
"Über dieses Buch läßt sich ohne Übertreibung sagen, daß man aus ihm über die griechische Lebenswirklichkeit mehr erfährt als aus allen Büchern von Kasantzakis", schreibt Hanjo Kesting in seinem Nachwort zu Tachtsis' berühmten Roman, der in seiner Bedeutung für die Nachkriegsliteratur Griechenlands mit der "Blechtrommel" im deutschen Sprachraum verglichen worden ist. Die aus dem Blickwinkel zweier Frauen erzählte Familiengeschichte aus dem Athener Kleinbürgertum fügt sich zu einem Panorama der gesellschaftlichen Zustände in Griechenland von der Jahrhundertwende bis zum Beginn der fünfziger Jahre: Balkankriege, Exodus der Griechen aus Kleinasien, Metaxas-Diktatur, deutsche Besatzung, Bürgerkrieg ... Der Bericht der Ereignisse von Leben und Tod spiegelt "die schreckliche Realität" (Tachtsis) des Lebens griechischer Frauen in einer "patriarchalischen Gesellschaft" wider, in der dennoch die Mutter allbeherrschend im Mittelpunkt steht und unbeugsam, im Stillen, ihr Matriarchat ausübt. Der Roman ist "das Buch der unsichtbaren heutigen Tragödie Griechenlands" (Jacques Lacarriere). Das Buch wie das Gesamtwerk von Kostas Tachtsis bekam einen völlig neuen und aktuellen Aspekt durch den im August '88 geschehenen, gewaltsamen Tod des Autors, dessen Verursacher in jenen Kreisen zu suchen ist, die Tachtsis in "Dreimal unter der Haube" so meisterhaft beschreibt. Leseprobe: (S. 223) (¿) ¿ »Ein größeres Vieh, Nina, hab ich mein Lebtag nicht gesehen«, kam sie mir erzählen. »Wie konnte meine Tochter einwilligen, einen solchen Menschen zu heiraten? Was hat sie an ihm gefunden? Neulich hat er ihren Kopf mit seinen beiden Händen gepackt und ihr in den Mund gespuckt aus lauter Liebe also, der Schlag soll mich treffen, wenn ich dich anlüg. Ich denk dran, und mir wird schlecht. Und je mehr der Bauerntölpel merkt, daß ich mich aufrege, um so schlimmer treibt er¿s, um mich zum Platzen zu bringen. Ganz zu schweigen davon, daß ihr Bett nicht aufhört, die ganze Nacht quietsch-quietsch zu machen, und weil er jünger ist als sie und sie eine von der schwachen Sorte, macht der sie fertig, bevor du bis drei zählen kannst. Meine Polixéni, das Mädchen, das ich immer wie ein rohes Ei behandelt hab, nach so einem prächtigen Mannsbild wie Aléxandros muß sie in die Hände dieses Orang-Utan fallen! Sag, was du willst, Nina, ich kann das nicht kapieren! ¿« »Also wirklich, du« sagte ich, »was gibst du dich mit sinnlosen Dingen ab und machst mir das Leben sauer! Du kannst ihnen doch kein Programm über¿s Bett hängen. Letztendlich weiß du sehr gut, davon ist ¿ner Frau noch nie ein Leid geschehen ¿« (¿)
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