Iordanidu, Maria: LOXANDRA (ROMAN)

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Produktinformationen "Iordanidu, Maria: LOXANDRA (ROMAN)"
Die im Alter von 92 Jahren in Athen verstorbene Autorin erzählt in diesem teilweise autobiographischen Roman die Lebensgeschichte ihrer Großmutter Loxandra im alten Konstantinopel vor und nach der Jahrhundertwende, und damit gleichzeitig auch vom Leben der dort alteingesessenen griechischen und armenischen Bevölkerung unter der Sultansherrschaft. Frei von jeglicher fanatischer Voreingenommenheit schildert sie den Alltag, mit all seinen Freuden und Leiden unter einem despotischen Regime, voller Humor und tiefer menschlicher Anteilnahme. Das Buch ist in Griechenland seit Jahren ein Bestseller und auch verfilmt worden. Viele Griechen, die in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts ihre alte Heimat in Kleinasien verlassen mußten und als Flüchtlinge nach Griechenland kamen, fühlten sich in ihre Kindheit oder die ihrer Väter versetzt. Das Buch läßt einen Teil der Geschichte wiederauferstehen, die auch europäische Geschichte ist. Die Übersetzerin Eleni Enfiezioglou erhielt für ihre Übersetzung der "Loxandra" einen Preis beim 2. Preisausschreiben der Stiftung Kreatives Alter. Und in der Laudatio hieß es: "Eleni Enfiezioglou hat eine erstaunliche Übersetzungsleistung erbracht. Es gelingt ihr, in der Übertragung die ganz besondere Atmosphäre des Lebens in 'Konstantinopel' während des letzten Drittels des 19. Jahrhunderts wiederzugeben, sowohl in Hinsicht der Schilderungen der Gegenstände und Verrichtungen wie in Hinsicht der Rede- und Verhaltensweisen. Die Welt ist unverkennbar griechisch-türkisch-multinational, die Sprache lauteres Deutsch. Spürbar ist die Freude der Autorin und der Übersetzerin an dem selbstverständlichen friedlichen Zusammenleben verschiedener Völkerschaften, aber auch die Vorahnung der Konflikte und Schrecken, die später über diese Welt hereinbrachen." Leseprobe: (S. 9) Loxandra pflegte zu erzählen, sie sei in der Poli geboren, "zur Zeit des gottverfluchten ..." "Psst, Mensch! Du wirst uns noch ins Unglück stürzen!" "...des gepriesenen Padischa 'Abd ül-Medschid ... in der Hölle soll er schmoren!" "Psst, hab ich gesagt! Bist du verrückt geworden, so zu brüllen?" Wieso denn, sie hat doch nicht gebrüllt! Oder doch? Hat Loxandra etwa gebrüllt? Leise hat sie gesprochen. Aber was für Loxandra leise ist, hallt wie die Glocke der Hagia Sophia. Tote könnte man damit aufwecken! Sie hat nun einmal eine mächtige Stimme, die Gute, und kann sie einfach nicht dämpfen. Aber an ihr ist ja alles mächtig: ihre Stimme, ihre Herzensgüte, ihr Leib und der Appetit! Ihre mächtigen Füße mit dem hohen Spann und den kräftigen Knöcheln bilden ein solides, in der Erde verankertes Fundament fr ihre imposante Figur. Mächtig sind auch ihre Hände, wie die eines Patriarchen, orthodoxe Hände sind es, zum Handkuß bestimmt. Finger, lang und feingedrechselt, geschaffen, Segen zu erteilen und nach Machlepi und Weihrauch zu duften. Hände, zum Geben erschaffen. - "Nehmet hin und esset!" sagen ihre offen auf dem Tisch liegenden Handflächen. "Iß doch, Menschenskind, iß, sag ich dir! Du hast dir ja kaum was genommen!"
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